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KWW 2018 Eine kuriose Reise des SV-Maur-Binz-Fällanden in 16. Auflage

Ruedi Bertschi, Constantin Hürlimann 08.10.2018

Liebe Schützenkollegen

Unter dem Kürzel KWW verbirgt sich der einmal jährlich kombinierte Schützenausflug des hiesigen Schützenvereins, genannt „Keiner weiss wohin", wobei es aber nur einer wissen darf!! Dieser eine, nämlich der „Organisöör", in der Person von Aktivmitglied Constantin Hürlimann, führte die 16-köpfige unwissende Gesellschaft, vom Glatttal ins sonnige St. Galler-Heidiland.

Teilnahmeberechtigt waren auch Damen und Nichtschützen, welche ermuntert wurden sich mit Badbekleidung „zu bewaffnen", da sich im Heidiland auch ein bekannter Badeort befindet.

Am letzten Samstag dem 5. Oktober, um die Mittagszeit starteten die Ausflugteilnehmer, davon 4 weiblichen und 12 männlichen Geschlechts, mit 4 Privatfahrzeugen in Richtung Bad Ragaz und machten einen ersten Halt auf 1200 müM auf dem St. Margretenberg. - Den meisten unwissenden Reisenden war spätestens jetzt klar, wohin uns Consti Hürlimann in seinem Kulturprogramm führen würde. - Denn sein verschlüsselter Hinweis mit „falschen Hühnerställen ohne Eier",dem „Gauss-Krüger-Gitter" und dem „zu grossen Geschenk eines Göttis", konnten die meisten nichts anfangen.

Nach einem kurzen Spaziergang zum Rest. Älpli, mit nötiger flüssiger und fester Versorgung, wurden wir über die mysteriösen Hühnerställe und des weiteren vom gut vorbereiteten Organisator aufgeklärt. Wir befanden uns über der Festung „Furggels", welche zur Landesverteidung im 2. Weltkrieg erbaut und bis 1996 zu militärischen Ausbildungszwecken weiter betrieben wurde. Heute steht die Festung in Privatbesitz und wird der Oeffentlichkeit zur Besichtigung zur Verfügung gestellt.

Unter den „Hühnerställen" oder Alp-Gaden befinden sich massive Artillerie-Geschütze, die zwar in die Jahre gekommen, aber von ihrer Wirkung sehr beeindruckend sind. Noch beeindruckender aber war der geführte Rundgang durch die Festung, mit Kavernen und Gängen von über 7 Kilometer Länge, wo im kriegerischen Ernstfall bis 550 Wehrmänner untergebracht werden konnten. Die Versorgung mit Strom und Wasser und Verpflegung war bis 6 Monate gewährleistet. Das Gauss-Krüger-Gitter wurde uns in der Feuerleitstelle mit dem Koordinaten-Netz für den Artilleriebeschuss erklärt. Die gut 90-minütige Führung im 7 Grad kalten Berg kühlte einige Maurmerinnen und Maurmer trotz guter Bekleidung ziemlich ab und man freute sich auf das Wiederauftauchen im sonnigen St. Margretenberg. Die Festung Furggels steht heute im Privatbesitz einer Dame, welche diese von Ihrem Götti als Geschenk erhalten hatte. Damit war auch das Rätsel mit dem zu grossen Göttigeschenk gelüftet.

Als sich die wärmende Herbstsonne hinter den Bergzacken zu neigen begann, verschob sich die Reisegesellschaft Maur-Binz-Fällanden motorisiert ins nahe Weisstannental zum „nächtlichen „Blei-Zentrieren". Das Nässen der Badebekleidung bevorzugten lediglich zwei Begleitpersonen im Thermalbad Bad Ragaz. Nach einem guten Nachtessen im gemütlichen Hotel „Gemse" gings in zwei Etappen zum Nachtschiessen.

Die Maurmer Schützen zeigten sich dabei grösstenteils sehr routiniert und holten 5 Kränze und einen Gruppenpreis ab.

Nach einem Dessert und dem Schlusswort von Consti Hürlimann war KWW 2018 Geschichte.

Vielen Dank Consti!

Ruedi Bertschi

 

Mit sagenhaften 95 Punkten holte sich Marcel Irminger mit dem Sturmgewehr 57/03 den Gruppensieg!

 

Resultatübersicht:

Gruppe MUBIFÄ1 Irminger 95 (!!!)
Hoschy 89
Sallenbach Jun. 88
Crameri 85
Niederwieser 79
Zollinger 78 Sallenbach Sen. (forfait)

Einzelschützen:
Zieba 92 (!)
Arzethauser 80
Bertschi 74

 

Weiterhin guet Schuss wünsche ich Euch!

Schützengrüsse!

Constantin Hürlimann, Organisation KWW2018